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Übungsaufbau

Während die Fährte gelegt wird, befindet sich der Hund entweder im Auto oder wird in Sichtweite abgelegt. Sollte dieser nicht liegenbleiben können, wird er kurz festgebunden.
Der Startpunkt der Fährte wird mit einem Fähnchen rechts und links markiert. Von diesem Punkt aus geht der Mensch über die Übungsfläche, wobei er nach 10 - 20 Schritten ein weiteres Fähnchen auf Armlänge, seitlich der Fährte, steckt. Am Ende der Fährte wird das Zielobjekt abgelegt. Der Rückweg zum Hund sollte großzügig um die Fährte herum, gewählt werden.
Mit dem Hund an den Startpunkt gehen, das Fährtengeschirr anziehen, den Hund ablegen, die 5-Meter-Leine am Geschirr einhacken. Der Mensch steht seitlich zum Hund, die hundnahe Hand ist an der Leine; mit der anderen Hand und dem Wortsignal Such!, wird der Beginn der Suche eingeleitet und der Hund in die Fährte geschickt. Sobald der Hund startet, strafft sich die Leine, der Hund geht an dem Menschen vorbei, so dass er nun vor seinem Menschen läuft. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Leine ständig straff bleiben.
Am Ziel angekommen, wird das Zielobjekt dem Menschen apportiert, das Geschirr sofort ausgezogen und der Hund lobend bestätigt.

 

Mögliches Verhalten und Optionen

Der Hund startet die Suche, verlässt jedoch die Fährte und sucht auf Abwegen

  • Der Untergrund bietet zu viele Reize, z.B. Mäuselöcher oder andere Wildspuren
  • Der Wind weht seitlich und hat die Duftpartikel verwirbelt
  • Die Fährte ist zu einfach, er ist unterfordert.

 

Der Hund lässt sich das Fährtengeschirr nicht anziehen

  • Er verbindet das Geschirr mit einem unangenehmen Erlebnis. Um dem Geschirr eine positive Verknüpfung zu geben, trägt der Hund das Geschirr immer bei der Fütterung oder wenn er etwas Besonderes zu kauen erhält
  • Der Mensch ist zu nervös und hektisch beim Anziehen. Um eine Routine zu entwickeln, wird das An- und Ausziehen spielerisch geübt ohne eine Verbindung zur Fährtenarbeit.

 

Der Hund startet nach Aufforderung die Suche nicht

  • Er versteht die Aufgabenstellung nicht. Um den Hund dazu zu bringen die Spur zu verfolgen, können besondere Futterbrocken in unregelmäßigen Abständen in die Fährte gelegt werden.
  • Diese werden bereits beim Legen der Fährte positioniert. Der Mensch führt den Hund von Futterbrocken zu Futterbrocken.
  • Der Hund fühlt sich unsicher auf dem Übungsgelände. Die Übung sollte beendet und auf einem anderen Gelände neu aufgebaut werden.
  • Der Hund versteht die Signalgebung des Menschen nicht.
  • Der Mensch ist unsicher und nervös und überträgt das auf seinen Hund.

 

Der Hund stürmt direkt nach Freigabe der Suche los zum Zielobjekt

  • Es liegt eine Fehlkonditionierung vor.
  • Der Hund kennt die Übung schon und ist somit zu einfach für ihn.
  • Der Hund hat die Witterung des Zielobjekts aus dem Wind aufgenommen. Daher sucht er nicht mit tiefer Nase am Boden.

 

Der Hund startet sauber, bleibt jedoch nach wenigen Metern oder an einem Winkel stehen und fiept

  • Der Hund ist überfordert und findet den Weg nicht. Der Mensch hilft ihm durch ein erneutes Einweisen in den Fährtenverlauf und evtl. dadurch, dass bis zum Zielpunkt dieselbe Einweisung bestehen bleibt.
  • Es liegt eine Fehlkonditionierung vor.

 

Fehlkonditionierungen

  • Geübte und selbstständig arbeitende Hunde ziehen häufig stark im Geschirr. Es wurde zu viel Zeit mit zu leichten Übungen vertan. Der Hund hat nun Schwierigkeiten mit seinem Menschen zusammenzuarbeiten.
  • Wird ein Hund stets in einem Geschirr geführt oder läuft er neben dem Fahrrad im Geschirr, lernt er darin zu ziehen. Eine lockere Leinenführung mit Halsband sollte neu konditioniert werden und das Geschirr wird nur zur Fährtenarbeit benutzt.
  • Wurde der Hund mittels der Leine im Geschirr durch einen Leinenruck oder Leinenzupfer korrigiert, kann das dafür sorgen dass der Hund das Geschirr negativ Verknüpft hat.
  • Trägt der Hund ein Geschirr zum besseren Festhalten beim Tierarzt, kann das Geschirr negativ verknüpft sein. Hier kann ein neues, anderen Geschirr Abhilfe schaffen, wenn es mit einer positiven Aktion, z.B. Fütterung, Spielen o.Ä., verbunden wird.
  • Wurden zu lange Futterbrocken in der Fährte verteilt, könnte der Hund die Übung als geringschätzig empfinden. Dies zeigt er indem er unkonzentriert sucht, über die Fährte von rechts nach links pendelt, plötzlich losstürmt, nicht mit tiefer Nase sucht oder gar verzweifelt scheint.
  • Hilfe sollte der Hund erst dann bekommen, wenn er durch Blickkontakt signalisiert, dass er diese benötigt. Bekommt er zu früh Hilfe, werden möglichweise Kreuzpunkte und Abzweigungen nicht mehr selbstständig ausgearbeitet. Er verlässt sich auf die Hilfe des Menschen.

 

 


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